Systemischer Ansatz – Was ist das?

 

Der systemische Therapie- und Beratungsansatz ist, neben der Psychoanalyse und Verhaltenstherapie, der am weitesten verbreitete Therapieansatz. Dieser wird seit 50 Jahren praktiziert und hat seine Wurzeln in der Familientherapie.

 

Diese Methode zeichnet aus, den Menschen nicht als defizitär, sondern ihn als Individuum zu betrachten, das versucht, sich an seine Umwelt anzupassen. Probleme, Symptome und Krankheiten eines Menschen werden also nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit seinen Beziehungen, Denk- und Erlebensmustern gesehen.

In der systemischen Praxis geht es darum, die Möglichkeiten aller Beteiligten zu erkunden und zu erweitern, neue Kräfte zu wecken und so mit den bereits vorhandenen Fähigkeiten neue Perspektiven zu erarbeiten. Also nicht am Problem haften zu bleiben, sondern gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

In einem Bild ausgedrückt

 

Man stelle sich ein Mobile vor, dessen Einzelteile sich fein ausgewogen um- und übereinander im Luftstrom bewegen. Alle Bereiche in denen Menschen miteinander leben und arbeiten lassen sich mit so einem Mobile vergleichen.

Geringste Veränderungen an einem Teil haben Auswirkungen auf das Ganze. Es kommt zu Problemen, wenn sich das Mobile festhakt oder wenn das System an einer Stelle erstarrt. Dann genügt es nicht, nur ein Teilstück auszuwechseln oder zu reparieren. Sondern es gilt, das Ganze wieder ins Gleichgewicht und in eine fließende Bewegung zu bringen.

Durch die Anregung alternativer Handlungsmuster und Aktivierung von Ressourcen, kann ein erstarrtes System wieder in Bewegung gebracht werden.

 

 

Systemische Methoden

 

Im Zentrum steht die wertschätzende Haltung und der Respekt gegenüber dem Menschen und seiner Lebensgeschichte. Zu Basiselementen gehören die Arbeit mit dem Genogramm und Skulpturenarbeit.

Darüber hinaus steht eine Fülle von kreativen Arbeitsmitteln zur Verfügung, die Schwierigkeiten klarer erkennen lassen und erfahrbar machen, um so neue Möglichkeiten zu eröffnen.